Mit dem Jahreswechsel 2015, oder genauer schon zum 29. Dezember 2014, treten EU-weit Neuregelungen zum EU-Heimtierausweis in Kraft. Auf diese Änderungen beim von vielen einfach nur als "Impfpass" bezeichneten Dokument zu ihrem Tier sollten vor allem diejenigen achten, die beabsichtigen mit ihrem Tier über Grenzen zu verreisen.


Das wird in erster Linie wohl Hundebesitzer betreffen, denn Katzen und Frettchen, für die diese Regelungen ebenfalls gelten, bleiben gewöhnlich doch eher zu Hause wenn Frauchen und Herrchen auf Reisen gehen.
Ab dem Jahreswechsel ist in dem EU-Ausweis die Seite die der Beschreibung des Tieres dient, nach der Ausstellung des Ausweises mit einer Folie zu laminieren sodass später keine Änderungen mehr vorgenommen werden können.

Insbesondere für die Einträge zur Transponderkennzeichnung, die für die Ausstellung eines EU-Heimtierausweises nach wie vor zwingend vorgeschrieben ist, sollen so spätere Änderungen ausgeschlossen werden. Außerdem ist auf einer neu eingefügten Seite der ausstellende Tierarzt einzutragen. Wichtig dabei für alle Inhaber eines alten Impfpasses: Auch die bereits ausgestellten EU-Heimtierausweise behalten ihre Gültigkeit und müssen nicht ersetzt werden. Nur bei Neuausstellungen ist das neue Dokument zu verwenden.


Gleichermaßen für alte und neue EU-Heimtierausweise gilt: Einträge zur Tollwutimpfung müssen ebenfalls mit kleinen Laminierfolien überklebt werden. So soll ausgeschlossen werden, dass Einträge zur für den Grenzübertritt nötigen Impfung, wie zum Beispiel Impfdatum und Gültigkeitsdauer, nachträglich verändert werden können. Außerdem müssen Einträge zur Tollwutimpfung künftig unbedingt mit der vierstelligen Jahreszahl erfolgen.


Ob mit diesen Regelungen die eigentliche Intention, nämlich dem unerlaubten Tierhandel innerhalb der Europäischen Union einen Riegel vorzuschieben, erfüllt wird, darf zumindest bezweifelt werden. Denn professionelle und kriminelle Tierhändler haben schon jetzt keine ordentlichen Papiere für ihre „Tiere aus dem Kofferraum“. Deshalb dürften sie sich kaum durch neue EU-Heimtierausweise abschrecken lassen. Was übrig bleibt dürfte ein Mehr an Bürokratie für all diejenigen sein, die ihr Tier durch entsprechende Impfungen vor Tollwut schützen.

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